Goldankauf ist Vertrauenssache:

Der Ankauf von Edelmetallen wie Gold und Silber setzt eine sehr präzise und seriöse Vorgehensweise voraus. Fachwissen ist Voraussetzung !
Leider ist die Berechtigung zum Goldankauf nicht auf die Gold und Juwelenbranche beschränkt. Auch weniger qualifizierte Geschäftemacher nutzen diesen Freiraum. Des öfteren auch in unseriöser Art und Weise...

 

 

 

Wirtschaftskammer Oberösterreich - Presseaussendung vom 27.07.2010

Vorsicht bei „fliegenden Goldankäufern“

„Auf jeden Fall ein Vergleichsangebot für den Ankauf von Gold bei Geschäften mit einem Standort vor Ort einholen“

„In den letzten Wochen hat es sowohl von Konsumentenseite, aber auch von Betrieben aus der Schmuckbranche Beschwerden gegeben, dass Unternehmen - teilweise aus Deutschland - in irreführender Weise in Österreich mit dem attraktiven Ankauf von Gold werben. Oft stellte sich jedoch heraus, dass diese Unternehmen letztlich weniger als die Hälfte des Marktpreises zahlen, der sich aus dem aktuellen Goldpreis ergibt“, warnt Peter Egger, Gremialobmann des Schmuckhandels in der WKO Oberösterreich, vor diesen betrügerischen Machenschaften.

„Eine rechtliche Handhabe ist deswegen schwierig, da es keine gesetzliche Verpflichtung gibt, zu Marktpreisen zu verkaufen oder anzukaufen. Vielmehr ist der Preis zwischen zwei Parteien grundsätzlich frei bestimmbar. Zusätzlich argumentieren diese Unternehmen damit, dass man direkt zu den Kunden kommt und damit auch Kosten für das Service zu berücksichtigen sind“, weist Obmann Egger auf die schwierige rechtliche Handhabe hin.

„Trotz dieser Argumente hat das Bundesgremium des Schmuckhandels rechtliche Schritte gegen diese jedenfalls irreführenden Geschäftspraktiken eingeleitet.
Es kann den Konsumenten aber nur der Tipp gegeben werden, auf jeden Fall auch ein Vergleichsangebot für den Ankauf von Gold bei Geschäften mit einem Standort vor Ort einzuholen. Häufig wird sich herausstellen, dass die angepriesenen Top-Preise für den Goldankauf echte Reinfaller sind“, so Egger.
 

(zum Originalartikel)


Juwlier mahnt zur Vorsicht bei Verkauf von Altgold....

(Bezirksrundschau Nr.48, 2.Dezember 2010)


Irreführende Werbung: "Kaufen Feingold bis zu..."

Immer wieder ist auf Flugblättern der Ankaufspreis für Feingold zu lesen.
Abgesehen von der Tatsache, daß nur wenige Feingold, also reines Gold zu  Hause haben , ist auch der Slogan "Wir bezahlen bis zu...€ für Feingold" verwirrend. Feingold ist Feingold. Als Schmuckstück oder als Bruchstück. Da sollte sich am Preis nichts ändern. Aus dem Feingoldpreis ist somit der Preis der Legierung zu errechnen.

Ein Beispiel: Ein Ring aus 14 Karat Gold: 58,5 % Feingehalt entsprechen 14 Karat, also 585/1000

Der Goldpreis wird traditionell in US-Dollar/Unze angegeben – eine Unze Gold entspricht 31,1 Gramm Feingold. Die Reinheit des Goldes, also der Feingehalt der Goldlegierungen, wird traditionell in Karat gemessen. Der höchste Feingehalt beträgt 24 Karat.

Fazit: Vorsichtig sein, wenn Ankaufspreise für Feingold genannt werden. Wohl keine Privatperson verkauft Feingold, sondern Schmuckstücke in 333, 585 oder 750er Gold.

Informationen zum Feingehalt
 


Seriöser Goldankauf auf den Punkt gebracht !

Punkt eins: Die Goldwaage des Ankäufers sollte bis in den 100 Gramm Bereich anzeigen. Denn nur so kann eine präzise Gewichtsbestimmung erfolgen. Vorgeschrieben sind Waagen, die einer Eichung unterzogen werden.

Punkt zwei: Die Wägung sollte vom Kunden einsehbar sein. Es ist schon etwas fragwürdig, wenn der Ankäufer mit den Schmuckstücken im Hinterzimmer verschwindet.

Punkt drei: Jedes Stück sollte begutachtet werden. Oft sind z.B. eine Kette und ein Anhänger nicht aus der selben Legierung.

Punkt vier: Goldankäufer sollten bei Unsicherheiten bezüglich Feingehalt das nötige Equipment einsetzen, um z.B. eine Strichprobe des Materials vorzunehmen.

Ein Verkaufsgespräch, das mit der Gegenfrage „… ja was wollen Sie denn dafür haben?“ gekontert wird, sollten Sie nicht weiterverfolgen.
 


 
     

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